Mädchen rennt übers Feld

Sich selbst zu erkennen, erfordert Mut

Vor ein paar Tagen war ein befreundeter Fotograf hier. Er wollte üben und ich habe mich als Model zur Verfügung gestellt. Es war ungewohnt für mich, denn eigentlich bin ich lieber hinter der Kamera. Ich rücke lieber andere Menschen in den Vordergrund und bleibe im Schatten. Das war schon immer so und das macht mir auch nichts aus.

Ich weiß, wer ich bin, dafür muss ich mich nicht in den Mittelpunkt stellen. Letztes Jahr habe ich schonmal so ein Fotoshooting gemacht, damals fand ich mich herzig auf den Bildern. Dieses Mal war ich etwas erschrocken. 

 

Die Resultate wirken ernst und hart. In meinen Augen kann ich etwas erkennen, was weh getan hat und teilweise noch immer weh tut. Ich habe mich verändert. Vielleicht bin ich endlich erwachsen geworden. Manchmal vermisse ich meine spielerische Art etwas. Doch eigentlich war ich nie so. Ich war schon immer ernsthaft und zurückhaltend, mehr ein Kopfmensch mit Kalkül. Hinter allem was ich tue, steckt ein Plan, doch oftmals weiß ich erst im Nachhinein die Puzzleteile zusammenzufügen.

 

Das ist auf eine Art spannend, doch auf die andere Art auch herausfordernd. Mein Leben ist ein Puzzle und vieles ergibt jetzt Sinn. Ich weiß, es wird noch mehr Aha Momente geben, jeden Tag einen mehr. Das ist wiederum schön, denn ich kann vollkommen auf mich vertrauen. Ich habe alles unbewusst vorbereitet. Jetzt begreife ich langsam meine Stärken und ich schätze mich mehr und mehr dafür.

Sabrina Tessmer
Visionen leben 
Coaching Hypnose Heilung